Den Wandel gestalten
Bibliotheken, Musikschulen, Freibäder oder Senioren- zentren – sie alle kämpfen mit der schwierigen Finanzsituation der Kommunen. Das hat Auswirkungen auf die Attraktivität und Qualität der Leistungen. Aber ist die Finanzmisere der Kommunen nicht eher Anlass als Ursache für den drohenden Bedeutungsverlust vieler kommunaler Einrichtungen?
Kommunale Einrichtungen – so der Eindruck – hinken der gesellschaftlichen Wirklichkeit in mancherlei Hinsicht hinterher. So findet das Engagement vieler Bürgerinnen und Bürger, die sich mit ihren Ideen und ihrer Leidenschaft für Kultur, Sport oder für die Gestaltung ihrer Stadt oder ihres Stadtteils einbringen wollen, zu oft außerhalb der kommu- nalen Einrichtungen statt. Dabei zeigen ermutigende Beispiele, welch enormer Gewinn für alle Beteiligten mit der zivilgesellschaftlichen Öffnung kommunaler Einrichtungen verbunden sein kann.
Auch erscheint der traditionell tiefe Graben zwischen öffentlicher (städtischer) Einrichtung und privatwirtschaft- lichem Betrieb nicht mehr zeitgemäß. Die Bürgerinnen und Bürger jedenfalls entscheiden sich heute vorrangig für die Qualität, die Zugänglichkeit und Aktualität der angebotenen Leistung und weniger dafür, von wem die Leistung erbracht wird. Liegt die Zukunft deshalb eher in einer intelligenten Verknüpfung öffentlicher und privatwirtschaftlicher Leistungen?
Kommunale Einrichtungen sind viel zu wertvoll, als dass sie keine Zukunft mehr haben dürfen. Das Städte-Netzwerk NRW unterstützt die Einrichtungen und ihre Träger darin, die vorhandenen Chancen der Weiterentwicklung zu nutzen.



